Sitzung

63 - Freie Mitteilung
Miscellaneous
16. Mai 2019, 13:45 - 15:15, Sopra Grande, 4. OG

Abstract

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Langzeitergebnisse nach in situ Rekonstruktion mit kryokonservierten Homografts bei aorto-iliakalen Graftinfektionen
B. Bachofen, S. Weiss, J. Schmidli, T. R. Wyss, Presenter: B. Bachofen (Bern)

Ziel
Für die in situ Rekonstruktion der Aorta und der Iliakalgefässe bei Graftinfektionen stehen verschiedene synthetische und biologische Graftmaterialien zur Verfügung. Diese Studie untersucht die Langzeit-Ergebnisse nach in situ Rekonstruktion mit kryokonservierten Homografts bei aorto-iliakalen Graftinfektionen.
Methoden
In diese retrospektive Untersuchung wurden alle Patienten eingeschlossen, welche zwischen 2000-2015 aufgrund einer aorto-iliakalen Graftinfektion mittels in situ Rekonstruktion mit kryokonservierten Homografts behandelt wurden. Endpunkte waren die Mortalität und graftbedingte Komplikationen inklusive Reinfektionen.
Resultate
Kryokonservierte Homografts wurden bei 39 Patienten (90% männlich) mit einem medianen Alter von 67 Jahren (range 45 – 83), mehrheitlich für aorto-femorale Rekonstruktionen, verwendet. Die 30-Tages-Mortalität betrug 10% (n=4). Im Verlauf verstarben 19 weitere Patienten. Ein Patient konnte im Langzeit-Verlauf nach 21 Monaten nicht mehr gefunden werden. Für die überlebenden Patienten (n=15, 38%) betrug das mediane Follow-up 100 Monate (range 36 – 146 Monate). Insgesamt kam es zu folgenden 24 graftbedingten Komplikationen bei 15 Patienten (38%): 2 Reinfektionen (4%), 4 Graftverschlüsse (10%), 1 Graftruptur (3%), 2 aorto-enteralen Fisteln (5%) und 4 Pseudoaneurysma/Graftleckagen (10%); bei 5 Patienten (13%) waren im Verlauf insgesamt 11 Intervention aufgrund von Graftstenosen notwendig.
Schlussfolgerung
Trotz akzeptabler 30-Tages-Mortalität zeigt sich nach Behandlung eines aorto-iliakalen Graftinfektes mittels in situ Rekonstruktion mit krykonservierten Homografts ein deutlich eingeschränktes Langzeitüberleben. Die Reinfektionsrate war gering. Hingegen traten andere graftbedingte Komplikationen im Langzeitverlauf gehäuft auf, insbesondere Graftverschlüsse und -stenosen.
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