Sitzung

65 - Preissitzung
Poster session
16. Mai 2019, 13:45 - 15:15, Sopra 3, 4. OG

Abstract

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Übersicht der Versorgungsstruktur in der Notfallbehandlung von Thorakal- und Abdominaltraumata in deutsch-sprachigen überregionalen Traumazentren
J. Scherer1, K. Sprengel1, H.-P. Simmen1, H.-C. Pape1, G. Osterhoff2, Presenter: J. Scherer1 (1Zürich, 2Leipzig/DE)

Ziel
Die vermehrte Subspezialisierung in den letzten Jahrzehnten hat die Zahl der Allgemeinchirurgen in der Behandlung von unfallchirurgischen Patienten in den deutsch-sprachigen Ländern (Deutschland, Österreich, Schweiz) sinken lassen. Ziel dieser Studie war es zu erfassen, in welchem Masse die überregionalen Traumazentren in der Lage sind eine adäquate und schnellstmögliche chirurgische Notfallbehandlung von Thorakal- und Abdominaltraumata zu gewährleisten.
Methoden
Von Feb 2017 bis Sep 2017 wurden Online- und Papierumfragebögen an alle überregionalen Traumazentren des TraumaRegisters DGU® (TR-DGU) in Deutschland, Österreich und der Schweiz gesendet. Fragestellung der Umfrage war inwieweit Chirurgen mit Fähigkeit zur selbstständigen Laparotomie oder Thorakotomie im Klinikum präsent sind bzw. wie lange die Anfahrtsdauer bei Hintergrunddienst sei.
Resultate
Von allen 117 überregionalen Traumazentren im TR-DGU in Deutschland, Österreich und der Schweiz haben insgesamt 97 (83 %) auf die Umfrage geantwortet. In 72% der Traumazentren ist ein qualifizierter Facharzt mit Fähigkeit zur selbstständigen Notfalllaparotomie anwesend. (Notfallthorakotomie in 57% der Zentren). In Zentren, in welchen kein Chirurg rund um die Uhr anwesend ist, betrug die maximale Zeit bis Ankunft in der Klinik bei Hintergrunddienst 18.9 Minuten (SD 7.0, Reichweite 10 bis 40 Minuten) für die Notfalllaparotomie und 19.9 Minuten (SD 7.0, Reichweite 10 bis 40 Minuten) für die Notfallthorakotomie.
Schlussfolgerung
Die Mehrzahl der überregionalen Traumazentren in Deutschland, Österreich und der Schweiz scheint für die notfallmässige Behandlung von schweren Abdominal- und Thorakaltraumata gerüstet zu sein. In manchen Traumazentren jedoch, ist es dem Chirurgen mit Fähigkeit zur Notfalllaparotomie oder -Thorakotomie bei Rufbereitschaft nicht möglich innerhalb 30 Minuten im Zentrum zu sein.
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